Warum und wie sollte ich mein Pferd entwurmen?


Würmer kommen im Pferdeorganismus in vielfältiger Art mit unterschiedlichem Gefahrenpotenzial vor. Zu den wichtigsten Gruppen zählen die Rundwürmer, Bandwürmer und Magendasseln. Sie können den Pferdemagen und -darm bei starkem Befall massiv schädigen und Ihren Liebling krankmachen. Aufgrund intensiver Pferdehaltung, mangelnder Weidehygiene, wechselnden Tiergruppen und ungünstigem oder fehlendem Entwurmungsmanagement, stellen Würmer u.a. auch heute leider noch eine der häufigsten Ursachen für Koliken bei Pferden dar. Dennoch reichern sich diese Parasiten zu einer gewissen Zahl immer im Pferdekörper an, kein Pferd ist völlig wurmfrei. Der Sinn einer Wurmkur besteht darin, die Anzahl an diesen Schädlingen möglichst gering zu halten, sodass der gesunde Organismus damit zurechtkommt. Die Meinungen zu Fragen wann und mit welchem Präparat entwurmt werden sollte, gehen häufig weit auseinander. Wir möchten Ihnen unsere Empfehlung dazu geben.

 

Grundsätzlich gilt:

Ein erwachsenes Pferd sollte mindestens 4x im Jahr entwurmt werden.


Frühjahr
(vor Weidesaison):                                                 Behandlung gegen Rundwürmer,

                                                                                                  ggf Magendasseln


Sommer
(Weidesaison):                                      Behandlung gegen Rund- und Bandwürmer


Spätsommer
(vor Ende der Weidesaison)                                  Behandlung gegen Rundwürmer


Spätherbst/Winter
(nach Weidesaison)                           Behandlung gegen Rund- und Bandwürmer,

                                                                                                     Magendasseln

 

Die Entwurmung in Frühjahr und Spätherbst empfiehlt sich unbedingt. Alternativ kann vor den Terminen in Sommer und Spätsommer zunächst eine Sammelkotprobe (über 3 Tage) auf die Stärke des Befalls hin untersucht und entsprechend behandelt werden. Wenn aber ein hoher Infektionsdruck durch hohe Tierzahl, wechselnde Tiergruppen ö.ä. gegeben ist, sollte dennoch entwurmt werden. Außerdem ist eine gute Weidehygiene, also das regelmäßige Abmisten von Koppeln und Weiden und ein regelmäßiger Flächenwechsel unumgänglich für eine erfolgreiche Parasitenbekämpfung. Zudem sollten möglichst alle Pferde eines Stalles gleichzeitig entwurmt und die Koppeln zeitgleich und zeitnah abgemistet werden, um eine Reinfektion zu verhindern.

Jungpferde und Fohlen unterliegen oft einer stärkeren Parasitenlast als erwachsene Pferde weil sie empfänglicher sind. Bei ihnen sind die Auswirkungen oft deutlich schwerwiegender und reichen von leichten Durchfällen bis zu schweren Koliken. Deshalb empfiehlt es sich Mutterstuten kurz vor der Geburt zu entwurmen. Alternativ kann man ein Fohlen bereits ab der 2. Lebenswoche entwurmen. Die Behandlungsintervalle bei Fohlen und Jungpferden sind folglich deutlich kürzer als bei den ausgewachsenen. Bis zum vollendeten 2. Lebensjahr sollte alle 8 Wochen entwurmt werden.


Entsprechende Präparate können je nach verwendetem Schema sinnvoll eingesetzt werden.


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